Auswahl der Zuchttiere

Black-Velvet x Black-Velvet und Weiß x Weiß dürfen wegen des Letalfaktors nicht verpaart werden. Die daraus entstehenden Babys sind oft nicht lebensfähig oder haben schwere Defekte.


Um schöne Tiere und Farben zu bekommen, verpaart man am besten ein Standard mit einem Mutationstier (so nennen sich die Farben). Aber auch bei Mutation mal Mutation können natürlich schöne Babys entstehen, nur ist dann zu beachten das die Tiere dadurch oft kleiner und schmaler werden. Hier sind dann richtig gute Ausgangstiere gefragt. Schöner werden die Tiere, wenn man über Träger läuft, also Babys aus Standard x Farbe auf die Farbe zurücksetzt.


Bestimmte Merkmale sollten beachtet werden. Dazu gehören Gesundheit (immer an erster Stelle), Größe, Körperform, Felldichte und Textur. Je dichter das Fell zum Beispiel, desto kuscheliger wirkt das Tier. Sogar der Charakter vererbt sich bei den Tieren. Deshalb sollte man nur ruhige Tiere in die Zucht nehmen. Nervöse, unruhige Tiere neigen zum Fellfressen, sobald sie unter leichtem Stress stehen.
Wer auf Ausstellungen will, muss diesen Dingen sehr viel Beachtung schenken. Um zu wissen wie gut ein mögliches Zuchttier ist, sind Ausstellungen die besten Richtlinien. Nur im Vergleich sieht man die Unterschiede und durch die fachkundige Bewertung sieht man auch welche Schwächen ein Tier mitbringt. 

Jenny (Standard) - alles andere als ein optimales Zuchttier

Romeo (Standard) - Ausstellungstier (72 Punkte)

Ein gutes Gewicht (wobei hier vorausgesetzt ist, dass ein Tier nicht einfach nur fett ist) sind 700-800 Gramm. 600 Gramm ist noch in Ordnung, aber weniger sollte es nicht sein. Tastet man ein Chinchillas von vorne bis hinten ab (wenn es auf dem Boden gestreckt sitzt) dann sollte der Körper eine Linie bilden und nirgends ausbeulen. Dieses kann man gut auch schon bei Babys ertasten. Von oben betrachtet sollten der Körperbau der Tiere möglichst eiförmig sein. 

schmales Tier - nicht so gut

rundes Tier - gut zur Zucht

rundes Tier - gut zur Zucht

Viele bevorzugen runde Köpfe. Ist im großen und ganzen auch schöner (vor allen Dingen haben diese Tiere oft auch einen runderen Körperbau) aber zu kurz sollten die Köpfe auch nicht werden, da sich das dann wieder auf die Kieferform auswirken kann, was zu Zahnanomalien führen könnte.

spitzer Kopf- eher unvorteilhaft

runder Kopf

super Kopf

 

 Das Fell sollte so dicht sein, dass man beim Hineinpusten kaum Haut sieht.

kaum Haut zu sehen

deutlich Haut zu sehen - nicht zuchttauglich



Auch sollte sich das Fell nach dem Hineinpusten sofort wieder schließen und nicht zur Seite geklappt bleiben. Allgemein sollte das Fell gleichmäßig luftig sein und nicht stellenweise aufliegen.  Bei Tieren unter acht Monaten sind diese Eigenschaften noch nicht ausgeprägt. Falls also bei einem sechsmonatigem Chinchilla das Loch da ist, heißt das noch nichts. Ab acht Monate sind die Tiere erst fertig entwickelt. Trotzdem ist das Fell auch bei jungen guten Zuchttiere schon sehr dicht.

Ungleichmäßigkeiten im Fell sorgt bei der Ausstellung für Punktabzüge. Tiere die in Gruppen oder mit Partner leben, sowie Tiere die gerade Nachwuchs haben, haben aber selten gleichmäßiges Fell. Da verliert sich hier mal ein Büschel beim Raufen und da mal ein Büschel, weil einer auf dem Rücken des anderen rumkrabbelt. Wenn das dann nachwächst entstehen auch Unregelmäßigkeiten.

gleichmäßiges Fell bei einem Tier mit hoher Farbklarheit

ungleichmäßiges Fell bei einem Tier mit zudem nicht so guter Farbklarheit

Wichtig ist auch die Wamme. Sie sollte klar abgegrenzt sein und schön weiß (bis auf bei Ebony, Schecken usw.)

klare, weiße Wamme mit guter Abgrenzung

Hat man ein Tier das Schwächen im Körperbau oder beim Fell aufweist, sollte der Partner der dazu kommt, diese unbedingt ausgleichen. Da bei hellen Tieren oft das Fell nicht genug Dichte hat, wird es bei der Verpaarung von hell mal hell dann eher zu noch schlechteren Tieren kommen.

Die Zuchttiere sollten gleich alt sein, denn wenn eines älter ist, fehlt bei ihm das Verspielte und es wird leicht ungeduldig mit dem Jüngeren. Das kann dann einen bösen Streit geben und bis zum Todbeißen führen.
Bei gleichaltrigen Tieren gibt es solche Schwierigkeiten selten.

Der Bock sollte auch entweder genauso gross oder kleiner als das Mädchen sein, damit die Babys nachher nicht zu gross für den Körper der Mutter werden und es hierdurch zu Geburtskomplikationen kommt.


 

 

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